Christophe Gamblin ist ein echter Wasserkenner und Experte auf seinem Gebiet. Auf der Vita des gebürtigen Franzosen finden sich eine ganze Reihe von Top-Adressen. So arbeitete er bereits in exklusiven Restaurants wie dem "Deidesheimer Hof", dem "Schwarzen Hahn" sowie im Heidelberger "Schwarz – das Restaurant". In letzterem ist Gamblin derzeit tätig. Als Sommelier berät er die Gäste, welcher Wein und welches Wasser zu den jeweils gewählten Gerichten passen.
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Herr Gamblin, nach Ihrer Ausbildung zum Restaurantfachmann haben Sie 1998/1999 an der renommierten Université du Vin im südfranzösischen Suze La Rousse Ihr Diplôme De Sommelier Conseil gemacht. Wie läuft diese Ausbildung zum Wein- und Wasser-Sommelier ab?
Der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung zum Weinsommelier. Aber auch das Thema Wasser spielt eine große Rolle. Hier wurde unterrichtet, wo die verschiedenen Abfüllorte und Quellen liegen und wie sich die Mineralien in den unterschiedlichen Wässern zusammensetzen. Dabei wurden auch Blindverkostungen durchgeführt.
Seit dieser Ausbildung können Sie also die unterschiedlichen Noten aus Mineralwässern herausschmecken?
Ja genau. Beim Wasser ist es ähnlich wie beim Wein. Ich schmecke die unterschiedliche Konzentration von Mineralien und Aromen und kann so die Charakteristik des Wassers beurteilen.
Wie würden Sie in diesem Zusammenhang den Geschmack und die Besonderheiten von Black Forest beschreiben?
Black Forest zählt zu den qualitativ hochwertigsten Mineralwässern in ganz Deutschland. Durch seinen niedrigen Gehalt an gelösten Mineralstoffen und Spurenelementen hat das Wasser einen sehr neutralen Geschmack, der gleichzeitig sanft und ausgewogen ist.
Als Sommelier empfehlen Sie den Gästen Weine, die ideal mit den jeweiligen Gerichten harmonieren. Empfehlen Sie zu unterschiedlichen Gerichten auch unterschiedliche Wässer?
Ja. Denn jedes Wasser hat seine ganz eigene Note.
Zu welchen Gerichten empfehlen Sie Black Forest?
Ich empfehle es beispielsweise zu säurehaltigen Speisen, da es den Geschmack neutralisiert. Durch seinen optimalen ph-Wert von 6,8 unterstützt es das Säure-Basen Gleichgewicht im Körper.
Sie sind bereits seit mehr als 30 Jahren im Gastronomiebereich tätig. Hat sich im Laufe der Jahre das Bewusstsein der Gäste bezüglich des Getränkes Wasser verändert? Würden Sie sagen, dass die Gäste heute bewusster Wasser trinken als früher?
Definitiv. Meiner Meinung nach wird deutlich mehr Wasser getrunken und auch mehr auf die Qualität geachtet. Früher gab es "Modewässer", die beispielsweise aus dem Ausland kamen und deshalb "in" waren. Das bekannteste Beispiel sind die französischen Wässer. Mittlerweile achten die Gäste aber eher auf Herkunft und Qualität. Insgesamt geht der Trend mehr zum stillen Wasser.
Sie haben in Ihrem Beruf bereits viel Erfahrung gesammelt und können aus Wässern auch kleinste Nuancen herausschmecken. Ist es prinzipiell auch Laien möglich, Unterschiede wahrzunehmen?
Wie bei Weinproben können Privatpersonen im Prinzip auch Wasserproben durchführen. Dabei werden sie feststellen, dass jedes Wasser seinen ganz eigenen Geschmack hat.
Haben Sie abschließend noch einen Tipp, worauf bei der Wasserverkostung zu achten ist?
Um die besondere Note eines Wassers heraus zu schmecken, sollte es nicht zu kalt sein. Außerdem sollte Wasser ohne Eiswürfel und Zitronenscheiben getrunken werden. Einfach mal ausprobieren.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Christophe Gamblin.