Etwa zwölf bis 15 Milligramm Kochsalz (Natriumchlorid) nehmen wir durchschnittlich pro Tag zu uns. Die Hälfte davon würde ausreichen. Für bestimmte Personengruppen ist eine kochsalzarme Ernährung sogar äußerst ratsam. Dazu gehören Menschen, die unter Bluthochdruck leiden oder eine Tendenz dazu entwickeln. Auch Diabetiker mit hohem Blutdruck sollten weniger Salz verzehren. Denn 35 bis 75 Prozent der Diabetes- Komplikationen werden durch Bluthochdruck ausgelöst.
Nach Schätzungen der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) leiden aktuell rund zwölf Prozent der Deutschen unter Diabetes, Tendenz drastisch steigend. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland damit auf dem sechsten Rang der Länder mit den meisten Diabetikern. Auch Bluthochdruck ist weit verbreitet. In Deutschland sind rund zwölf Millionen Menschen betroffen, so eine Schätzung des Deutschen Grünen Kreuzes. Diabetiker und Blutchhochdruckpatienten müssen in besonderem Maße auf ihre Ernährung achten.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, bei hohem Blutdruck nicht mehr als maximal sechs Gramm Kochsalz pro Tag zu verzehren – das ist etwa ein Teelöffel. Die Betroffenen sollten salzreiche Lebensmittel sparsam verwenden. Wichtig: nicht nur auf den Salzstreuer achten, sondern auch auf versteckte Salze, zum Beispiel in geräucherten Fleisch- und Wurstwaren.
Auch auf Mineralwasser ist zu achten. Die DGE rät, Wasser mit weniger als 20 Milligramm Natrium pro Liter zu trinken. Mit einem Natriumgehalt von nur 0,6 Milligramm pro Liter ist Black Forest still besonders natriumarm.
Nach Einschätzungen von Experten kann eine salzarme Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden um etwa 25 Prozent senken. Der Grund: Natrium verhindert, dass der Körper Wasser ausscheidet. Dadurch erhöht sich das Blutvolumen und der Blutdruck steigt.
"Natriumarmes Mineralwasser ist daher für Menschen mit Bluthochdruck ein geeignetes Getränk", erklärt die Essener Ernährungswissenschaftlerin und Diplom-Ökotrophologin Claudia Lenz. "Eine Natrium-Beschränkung in der Nahrung trägt bei vielen Bluthochdruckpatienten zu einer Senkung des Blutdrucks bei. Darüber hinaus wird kochsalzarmes Mineralwasser auch im Rahmen einer natriumarmen Diät für Patienten mit Ödemen und Herzinsuffizienz eingesetzt."
Der Zusammenhang bei Herzinsuffizienz ist folgender: Da Natrium die Eigenschaft hat, Wasser zu binden, erhöhen große Mengen Natrium im Blut das Blutvolumen. Um eine höhere Menge an Blut weiterzutransportieren, muss sich der Herzmuskel allerdings stärker anstrengen – und umgekehrt: Weniger Blutvolumen bedeutet weniger Arbeit für den Herzmuskel.